Dreaming Wide Awake – Julian Pfoertner im Interview

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Eine außerordentliche Reise liegt hinter Julian Pfoertner – von unzähligen Auftritten bis zu seiner Teilnahme bei „The Voice“. Doch viel spannender ist hier die Reise, die vor ihm legt! Das erste Album „Dreaming Wide Awake“ erscheint am 3. Mai 2024, passend dazu geht es auf ausgedehnte Tour durch Deutschland. Natürlich nicht ohne Stopp in München: am 6. Mai im Feierwerk (Orangehouse). Aus diesem Anlass haben wir Julian ein paar Fragen gestellt – über den Songwriting-Prozess, die Zeit in L.A. und wie er das alles eigentlich noch mit einem Studium kombinieren kann. Viel Spaß beim Lesen!

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© Marco Kayler

Kultur in München: Hi Julian! Erstmal: Herzlichen Glückwunsch zum Release von „Ghost“! Wie fühlt es sich an, diese Lieder, an denen du ja schon eine Zeit arbeitest, mit der Welt zu teilen?

Vielen Dank! Es ist ein unglaublich tolles Gefühl! Ich habe so lange darauf gewartet, meinen Spotify-Account mit neuen Songs zu bereichern und der Welt zu zeigen, woran ich im letzten Jahr gearbeitet habe. Besonders, weil die Songs eine Weiterentwicklung von mir als Person und Künstler sind, freue ich mich besonders.

Du machst ja bereits lange vor The Voice Musik, auch beruflich. Weißt du noch, was für dich der Punkt war, an dem du für dich gesagt hast: Okay, ich will professionell Musik machen! Gab es da einen Moment oder ein/e Künstler*in/Band?

Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Sie hat mich seit meinem 13. oder 14. Lebensjahr intensiv beeinflusst. Damals begann ich, eigene Songs zu schreiben, und plötzlich spürte ich, dass in mir noch mehr steckt als das reine Nachspielen anderer Künstler. Als mein Abitur näher rückte und ich darüber nachdachte, was danach kommen sollte, wurde mir relativ schnell klar, dass ich meine Musik weiterverfolgen wollte, da war ich gerade 17 Jahre alt. 🙂 Also bin ich nach meinem Abitur als Straßenmusiker losgezogen, um zu reisen und für die Leute zu spielen.

Nach The Voice bist du nach Amerika und hast viele Songs produziert, die nun nach und nach das Licht der Welt erblicken. Welche Aspekte sind da ins Songwriting eingeflossen? Persönliche Erfahrungen, deine Zeit bei The Voice?

Tatsächlich habe ich einen Song über meine Zeit nach „The Voice“ geschrieben, als es mir nicht so gut ging. Der Song heißt „burnt out“, aber er hat es nicht auf das Album geschafft; er kommt später noch. 🙂 Ansonsten ist das Album geprägt von persönlichen Erfahrungen und allem, womit ich im Alltag konfrontiert werde und was mir folglich im Kopf herumgeht. Ich habe das Album als eine Art Therapie gesehen, um endlich all diese Dinge aus meinem Kopf zu bekommen und in einen Song zu packen. Es tat wirklich gut und hat mir geholfen, mit bestimmten Dingen besser abschließen zu können. Natürlich hat aber auch die amerikanische Musikkultur zu einige Einflüssen beigetragen, was man schon hören kann. 🙂

Wie hat sich dein Dasein als Musiker seit The Voice verändert? Auf Konzerten, aber auch im Alltag oder auf Social Media?

Was sich am meisten geändert hat, ist, dass die Leute einen plötzlich kennen und man dadurch eine andere Aufmerksamkeit hat, was vorher nicht der Fall war. Im Allgemeinen hat „The Voice“ bei mir jedoch einiges angestoßen und mich auf die nächste Stufe gehoben. Ich habe neue, tolle Kontakte geknüpft und dadurch meinen Horizont erweitert.

Zeitgleich studierst du noch Gymnasiallehramt. Bei so einem vollen Terminkalender mit so viel Reisen: Wie schaffst du das überhaupt zeitlich? Oder ist das auch genau der Ausgleich, den du manchmal brauchst?

Absolut! Es ist wirklich nicht einfach, beides zu kombinieren, aber manchmal ist es auch ein toller Ausgleich. Die Musik hat bei mir immer Vorrang, wodurch das Studium manchmal leidet, aber es ermöglicht mir auch, beides zu kombinieren. Ich mache mir für das Studium keinen Stress und bin auch schon ziemlich weit, sodass der Bachelor nicht mehr allzu viel Aufwand bereitet. 🙂

Was würde der Julian sagen, der gerade frisch „All The Little Lights“ veröffentlicht hat, wenn er jetzt sehen könnte, was bei dir alles passiert ist, in nur wenigen Jahren? Ist das überhaupt zu greifen für dich?

Das ist eine wirklich tolle Frage. In den letzten Wochen habe ich oft zu Hause gesessen und darüber nachgedacht. Man ist manchmal so im Tunnel, dass man gar nicht mehr realisiert, wie toll sich doch alles entwickelt hat in den letzten Jahren. Das ist schon wirklich verrückt. Alles, was dieses Jahr passiert ist oder noch passieren wird (Album in den USA, Deutschlandtour, eigene Schallplatte usw.), waren schon seit meiner frühen Kindheit meine größten Träume. Jetzt an diesem Punkt zu sein, motiviert mich nur noch mehr, alles für meinen Traum zu geben. 🙂

Im Mai geht es auf „Dreaming Wide Awake“-Tour, die dich am 6. Mai 2024 auch nach München ins Feierwerk (Orangehouse) führt. Was darf man bei den Konzerten erwarten? Wieso sollten die Münchner*innen sich den Termin dringend im Kalender markieren?

Man kann tolle, nahbare und abwechslungsreiche Konzerte erwarten, mit handgemachter Musik, mal etwas poppiger, mal etwas folkiger. In kleinen Clubs ist die Atmosphäre besonders toll, weshalb ich mich sehr darauf freue, eine tolle Zeit mit den Leuten dort zu haben. Es wird großartig.

Was dürfen wir in naher Zukunft von dir erwarten? Kommen die Songs aus Amerika auch in Albumform noch heraus? Mehr Tourneen?

Ich habe auf jeden Fall eigene CDs und Schallplatten gemacht, die man jetzt schon über meinen Onlineshop vorbestellen kann. Sie werden dann auch am 3.5.2024 veröffentlicht. Ansonsten werde ich das ganze Jahr über neue Musik veröffentlichen und hoffentlich bald auf die nächste Tour gehen, Support spielen und generell so oft wie möglich auftreten. Ich habe so viele neue Songs gemacht und freue mich riesig darauf, endlich richtig Gas zu geben und alles nach und nach zu veröffentlichen. Am 26.4. ist mit „Over Us“ noch eine weitere Single erschienen. 🙂

Danke für das Interview und alles Gute für die Tour, Julian!

TICKETS für das Konzert am 6.5. in München!

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