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Knorkator – am 19. Oktober 2019 im Backstage
Wenn sich eine Band schon als „meiste Band der Welt“ betitelt, weiß man, dass das wohl keine übliche Standard-Ware sein kann. Und das sind Knorkator nun wahrlich überhaupt nicht – ihr kruder Mix aus knüppelharten Riffs, absoluten Nonsens-Texten und dem glasklaren, immens starken Gesang von Frontmann Stumpen ist absolut einzigartig auf dem deutschsprachigen Musikmarkt, wohl auch weltweit. Seit mittlerweile 25…
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Sunn O))) – am 7. Oktober 2019 im Backstage Werk
„When performing live, the band wears robes, fills the air with fog, and plays at an high volume.“ – das gilt zugegeben für nicht wenige Bands, doch neben einer sehen die meisten davon wie blasse Afterphänomene aus: Sunn O))). Wer sich nach einem Verstärker-Hersteller und in Hommage an die mächtigen Earth benennt, kann ja gar nicht anders, als die unteren…
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Touché Amoré & Deafheaven – am 8. Oktober im Backstage
Dieses gemischte Doppel wird allen (Black) Metal-Traditionalisten die Haare zu Berge stehen lassen: Deafheaven und Touché Amoré am 8. Oktober im Backstage Werk. Da sind zum einen die Archetypen des ‚Hipster Black Metal‘, die vergangenes Jahr mit dem wunderbaren Album „Ordinary Corrupt Human Love“ endgültig den ‚Salto Mortale‘ hinein in eine leuchtend-nostalgische Welt zwischen Darkthrone und Dinosaur Jr. gewagt haben,…
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Felix Lobrecht – am 29. April 2020 im Circus Krone
Was seinen Anfang in kleinen Poetry Slam-Kreisen nahm, sollte bald ein deutschlandweites Phänomen werden: Felix Lobrecht, oder besser gesagt: die Art und der Humor von ihm. Denn seine Sprechweise, die Art, in Ruhe ein wenig Spannung zu erzeugen, ohne sich zu bemühen, um danach ein Wortspiel rauszuhauen, bei denen man sich nicht nur denkt: „Wie kommt man denn auf sowas?“,…
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Igor Levit – am 12. Oktober 2019 im Prinzregententheater
„Natürlich ist man verblüfft von seinen manuellen Fertigkeiten, von der Technik, mit der die eigentlich zwölf bis vierzehn erforderlichen Finger ausgeglichen werden, auch von einer Angriffslust, mit der das Instrument fast überreizt wird. Was aber noch mehr imponiert: Trotz aller Offensivität bleibt da eine Rundung des Tons und des Klangs, auch ein Strukturbewusstsein, das lichtet, abwägt, reflektiert, schattiert selbst im…
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Transcending Dualities – Thou im Feierwerk (Konzertbericht)
Immer diese Montagskonzerte: Doch gehemmte Stimmung und gähnende Leere haben im kuscheligen Sunny Red-Keller des Feierwerk ohnehin einen schweren Stand. Und dann kommen noch Thou dazu… Die amerikanische Doom/Sludge/Post Metal/Hardcore/Grunge/Neofolk-Truppe hat spätestens seit letztem Jahr massiv von sich reden gemacht. Rund um ihr herausragendes Album „Magus“ entstand eine ganze Reihe von EPs, daneben Kollaborationen, z.B. mit Ragana oder den ebenfalls…
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Mini Mansions – am 19. August 2019 im Strom
Das Seitenprojekt Mini Mansions des Queens of the Stone Age-Bassisten Michael Shuman kommt nach Deutschland für insgesamt nur drei Termine. Einer davon ist am 19. August 2019 im Strom. Mit im Gepäck: das dritte Album, „Guy Walks Into a Bar…“! Damit versprechen die Jungs dieses Mal durch Discosounds der 70er großartige Hooks, wenn auch wie immer etwas psychodelisch angehaucht. Ob…
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Neue Freunde – Käptn Peng & die Tentakel von Delphi im Ampere (Konzertbericht)
Er ist der vielleicht seit Jahren aufstrebende Wortakrobat am Deutschrap-Himmel: Käptn Peng. Angefangen mit Bruder Shaban, ist der Hip-Hopper mittlerweile ein reinster Genre-Wanderer und spielt von Jazz bis Rock alle Stile mit seiner Band „Die Tentakel von Delphi“. 2017 erschien das aktuelle Album „Das nullte Kapitel“, welches mehr als euphorisch angenommen wurde und die Band bereits den dritten Sommer damit…
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Juju – am 18. April 2020 im Zenith
Vor ein paar Jahren wurde die deutsch Rapszene, die bis zu diesem Zeitpunkt Frauen vor allem als Dekoration für Musikvideos gesehen hatte, von zwei Frauen in Gestalt des Duos SXTN überrascht. Die zwei Berlinerinnen wurden schnell erfolgreich mit ihrem eingängigen Sound, kombiniert mit Texten über Drogenrausch und die Position von Frauen in der Szene. Letztes Jahr, sozusagen auf dem Höhepunkt…
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Lug und Trug im Ariengewitter – „Agrippina“ im Prinzregententheater (Kritik)
Georg Friedrich Händels „Agrippina“ ist wahrlich kein leicht verdauliches Werk. Dabei ist es weder zu fordernd noch zu ernst – aber doch musikalisch und spielerisch sehr ungewohnt. Eine waschechte Barockoper eben. Die Bayerische Staatsoper hat nicht zuletzt mit „Alceste“ ihre Liebe für das Barock-Zeitalter bewiesen, nun folgt Händels sechstes Werk, oft als sein großes Meisterwerk betitelt. Im Rahmen der Münchner…