• „Küss mich, frage niemals!“ – „Judith“ in der Staatsoper (Kritik)

    Eine junge Frau folgt einem fremden Mann bedingungslos auf seine Burg, obwohl sie weiß, dass bereits mehrere Frauen von dort nicht zurückgekehrt sind. Warum? Diese Frage bleibt offen in Béla Bartóks Oper Herzog Blaubarts Burg, wird nur schwach und unzureichend beantwortet, indem die Frau, Judith, der Burg „Licht, Luft und Wärme“ schenken möchte. Die auf Charles Perraults Märchen „Le barbe bleue“…

  • Interview – Efterklang am 13. Februar in der Muffathalle

    Sie gelten als neue Generation der Klangtüftler und konnten das zuletzt in einem beeindruckenden Konzert mit Live-Stream aus der Elbphilharmonie im Rahmen des Reeperbahn Festivals beweisen. Aber wie sind Efterklang eigentlich von ihrem zwar ruhigen, aber dynamischen Indie-Rock zu solch atmosphärischen Klängen gekommen? Bevor die Musiker am 13. Februar in der Muffathalle das neue Material des Albums „Altid Sammen“ vorstellen,…

  • »Wenn einem die Natur kommt« – »Woyzeck« im Residenztheater (Kritik)

    Ulrich Rasche inszeniert den »Woyzeck« des derzeit am Residenztheater prominent vertretenen Georg Büchner. Die Frage nach dem Wie der Umsetzung stellt sich dabei ob des eigenwilligen und beständigen Stils des Regisseurs nicht so sehr; unklar ist im Vorfeld der Münchner Premiere am 31. Januar vielmehr, was aus dem Drama und seinem Protagonisten wird, wenn es in Ulrich Rasches Kosmos aus…

  • Yuve Yuve Yu – The HU im Technikum (Konzertbericht)

    35 Millionen Aufrufe auf YouTube zählt „Yuve Yuve Yu“ bereits, dazu Airplay bei Radiostationen und allgemeine Bekanntheit, auch der Debüt-Single „Wolf Totem“. The HU haben das geschafft, was man ein Internet-Phänomen nennt. Und dennoch sind sie so viel mehr als das, was die Mongolen zuletzt auf ihrem Erstling „The Gereg“ auf neun Titeln bewiesen – traditionelle mongolische Musik trifft modernen,…

  • Blutige Tränen unter der Maske des Spaßmachers – „Rigoletto“ im Gärtnerplatztheater (Kritik)

    Ein Komiker mit düsterer Seite, der tief in sich doch eigentlich gute Absichten pflegt, von seinem Umfeld jedoch immer wieder in die Rolle des schadenfrohen, bösen Clowns gedrängt wird. Wie könnte man diese Figur besser darstellen, als mit dem Joker aus dem DC-Universum? So modern wie genial zeigt sich die Figur des „Rigoletto“ im gleichnamigen Stück, welches am 30. Januar…

  • Am Rande das Wahnsinns? – „Am Wiesnrand“ im Münchner Volkstheater (Kritik)

    Alle Jahre wieder verwandelt sich die Hauptstadt des Freistaates in eine 16-tätige Mottoparty. Motto: Oktoberfest! Stefanie Sargnagel war für das Münchner Volkstheater dabei. So würde die passende Anmoderation klingen, vor dem 90-minütigen Dokufilm im Video-Tagebuch-Format. Das Format ist hier allerdings das zweite von Stefanie Sargnagel verfasste Theaterstück „Am Wiesnrand“, das am 30. Januar 2020 im großen Saal uraufgeführt wurde. Nach „Ja EH!…

  • Bildgewaltiger Zirkus mit großen Stimmen – „Turandot“ in der Staatsoper (Kritik)

    Ganz vollendet werden konnte Giacomo Pucchinis letztes Werk „Turandot“ nie, es endet vor dem Finale. Mutmaßungen gibt es viele, auch Nachkompositionen im Sinne der Notizen des Komponisten, aber die Bayerische Staatsoper endet ihre Produktion eben dort, wenn Liù Poesie wird, also den letzten geschriebenen Tönen. Szenisch sieht es da zum Schluss anders aus, aber bis zu diesem Punkt ist es…

  • Altar Boyz – am 4. & 5. Februar im Deutschen Theater

    Es wird heilig! Eine christliche Boygroup persifliert mal ordentlich die Welt der Möchtegern-Schönen und glattgebügelten Boygroup-Boys und zeigt im Musical-Gewand beste Comedy und mitreißende Musik. „Altar Boyz“ verspricht, ein witziges Ereignis zu werden, das sowohl Musical- als auch humorvolle Boygroup-Liebhaber gefallen wird und eine schöne Abwechslung in der Ballsaison bietet. Am 4. & 5. Februar 2020 im Deutschen Theater! TICKETS…

  • Values Of Madness – Dir En Grey im Technikum (Kurzbericht)

    Es ist so eine Sache mit den Jungs von Dir En Grey. Erst sind sie jahrelang vollkommen weg vom europäischen Festland, dann kommen sie zweimal innerhalb von 1,5 Jahren in die bayerische Landeshauptstadt. Der japanischen Metal-Band scheint es jedenfalls gut zu gefallen in München, denn sie bringen ein vollkommen neues Programm mit, das sich nicht wie ein altehrwürdiges Best-Of präsentiert,…

  • Den Revolver entsichern – Kettcar in der Muffathalle (Konzertbericht)

    Erst vor wenigen Jahren sind sie nach langer Abstinenz zurückgekehrt, so erfolgreich wie noch nie zuvor: Kettcar. Nun soll es wieder in eine mehrjährige Pause gehen, um Kraft und kreative Energie zu sammeln. Nicht aber, bevor man ausgiebig das aktuelle Live-Album „… und das geht so“ feiert mit der gleichnamigen Tour. Damit kommen die Hamburger zum mittlerweile vierten Mal unter…

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