Interview

„München und ich sind eng verbunden“ – David Garrett im Interview

Er zählt wohl zu den erfolgreichsten Musikern aus dem Bereich Klassik weltweit und weiß seit Jahrzehnten immer wieder zu überraschen und begeistern: David Garrett. Kaum einer Person ist es gelungen, so viele Genres popkulturell erfolgreich und gelungen zu verknüpfen wie dem Geiger. Angefangen in einer bilderbuchhaften, klassischen Karriere, wechselte er irgendwann immer stärker ins Crossover-Fach und wurde zu einem weltweit gefeierten Star, dem auch im Jahr 2026 immer noch keine Barriere zu hoch und keine Idee zu abenteuerlich scheint.

2024 erblickte sein Album „Millennium Symphony“ das Licht der Welt und damit eine opulente Tourproduktion, die seitdem durch die gesamte Welt tourt. Auch in Deutschland und Europa war er damit schon zu Gast, nun legt der „Teufelsgeiger“ einen weiteren, besonderen Tourstopp in der bayerischen Landeshauptstadt ein. Am 21. August 2026 kommt er für ein Open-Air-Konzert auf den Münchner Königsplatz. Aus diesem Anlass haben wir ein kurzes Interview mit David Garrett geführt und konnten ihm ein paar Fragen rund um seine aktuelle Tour, kommende Projekte und seine Verbindung zu München stellen. Viel Spaß beim Lesen!

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© Reiner Pfister

Kultur in München: Nach einer ausführlichen Arena-Tour geht die „Millennium Symphony Tour“ jetzt auf die Open-Air-Bühnen des Landes, auch am 21. August 2026 am Königsplatz. Was darf man erwarten, gerade im Vergleich zur ersten Tourrutsche?

Erst einmal ist es eine wahnsinnig große Ehre, in dieser tollen Location zu spielen. Es ist das zweite Mal für mich auf dem Königsplatz, insofern freue ich mich ganz besonders, weil es ein ganz wunderbarer Platz ist, um Musik zu genießen, sowohl für das Publikum als auch auf der Bühne. Freuen darf man sich auf die besten Songs der letzten 25 Jahre. „Millennium Symphony“ ist ein Gesamtprojekt, fokussiert auf diese Hits, die symphonisch bearbeitet wurden. In einer sehr spektakulären Show, wie man es von mir erwartet und ich sie auch gerne entwickle, werden diese Lieder, gemeinsam mit Orchester und meiner hochkarätigen Band, umgesetzt und aufgeführt. Es ist einfach ein toller Abend, gute Unterhaltung, schöne Musik, hoffentlich bestes Wetter. Viel Emotion, Spaß und Ablenkung vom Alltag, das ist ja auch meine Aufgabe als Künstler und Musiker.

Kultur in München: Das Programm geht von „Shake It Off“ von Taylor Swift bis zu neueren Hits wie „As It Was“ von Harry Styles – ein musikalischer Zug durch die letzten Jahrzehnte Musikgeschichte. Bei welcher Musik aus dieser Setlist oder auch generell fühlst du dich selbst am heimischsten?

Oh, ich habe so viel meine Füße in verschiedene Gewässer gehalten, dass ich eigentlich jedes Gewässer mittlerweile spannend und heimisch finde. Selbst wenn ich etwas nicht direkt verstehe, dann ist es gerade für mich der Grund, es zu analysieren und verstehen zu wollen. Musik begleitet mich, wie jeden anderen Menschen, durch den Alltag und es gibt Situation, in denen ich bestimmte Musik bevorzuge, es gibt Stimmungen in mir selbst, in denen ich etwas Schwungvolleres oder Ruhigeres brauche. Heutzutage haben wir die Möglichkeit, direkt den richtigen Song für den richtigen Moment auswählen zu können. Ich kann dir allerdings kein Genre nennen, bei dem ich sage: Das höre ich am liebsten. Mein Herz wird immer in der Klassik sein, dort ist es immer gewesen und bleibt es auch.

© Reiner Pfister

Kultur in München: Die Tour läuft nun seit rund 1,5 Jahren. Bekanntlich kommen immer neue Hits dazu: Darf man mit ein paar brandneuen Songs im Millennium-Gewand rechnen?

Ich habe viel Zeit, Energie und Kreativität in die Produktion gesteckt, damit ein Gerüst steht, das fest und verwurzelt mit der gesamten Licht- und Tontechnik ist. Jedes kleine Element der Tour, sei es beispielsweise eine Glocke, die bei „Take Me To Church“ herunterfährt, all das ist so detailreich und mit viel Liebe von mir zusammengestellt worden. Jetzt einfach ein Stück zu nehmen und das dort hineinzupacken, auch wenn es Stücke gibt, die ich mir ins Handy notiere, um sie für irgendein Projekt später umzusetzen, dafür ist das Konzept an sich zu gut, um es ins Wanken zu bringen. Langweilig wird mir aber trotzdem nicht, ich bin ja meistens mehrspurig unterwegs. Seit einigen Monaten arbeite ich an einem Klassikalbum für die Deutsche Grammaphon, in dem ich die gesamten Werke wieder arrangieren durfte, das erscheint im Oktober. Der Leser soll nicht denken, dass ich seit 1,5 Jahren nichts anderes tue als die gleiche Tour zu spielen, das ist natürlich nicht der Fall. Ich bin sehr umtriebig und man wird mich wahrscheinlich bald wieder in der Philharmonie sehen.

Kultur in München: Nach der Hallenshow in der Olympiahalle und einem Open Air am Schloss Schleißheim kehrst du jetzt zurück nach München für das bis dato größte Konzert auf der Tour: Auf den Münchner Königsplatz. Das letzte Konzert dort war 2013. Verbindest du etwas mit dem Königsplatz oder der Stadt München?

Ich verbinde mit München unglaublich viel. Dort habe ich mein Debüt mit 14 Jahren gegeben mit den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Zubin Mehta, Mozarts Violinkonzert in G-Dur. München und ich sind seit seitdem musikalisch sehr eng. verknüpft, in der Philharmonie habe ich mindestens 15 bis 20 Konzerte gespielt über die Jahre. Auch privat bin ich sehr mit der Stadt verbunden, ich habe dort viele Freunde und bin oft in München unterwegs. Selbst den Film „Paganini“ habe ich hier zu Teilen gedreht. Insofern ist München die zweite Stadt in Deutschland, neben Berlin, die ich wirklich sehr gut kenne.

Kultur in München: Zum Schluss noch eine knappe Frage: Wieso sollte man die Millennium Symphony Tour am 21. August 2026 am Münchner Königsplatz auf gar keinen Fall verpassen?

Weil es ein wirkliches Event ist. Es ist nicht nur ein Violinkonzert, nicht nur ein Orchesterkonzert. Es ist ein Gesamtkunstwerk. Die ganze Produktion ist aus meiner Feder. Wir haben großartige Leute auf der Bühne und es ist für das Publikum und mich immer etwas Einzigartiges, gerade auch Open Airs. So gern ich in der Olympiahalle oder der Philharmonie spiele, Outdoor-Venues sind für mich das ultimative Erlebnis. Es ist immer besonders.

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