Konzerte,  Metal & Rock

Hands Of Sin – Bleed From Within im Backstage (Bericht)

Mit großer Freude konnte man beobachten, wie Bleed From Within über die letzten Jahre kontinuierlich größer und größer wurden und sich stets mit musikalisch beachtlichem Output ein Standing in der Metalcore-Szene aufgebaut haben, das sich deutlich von den anderen Bands abhebt. Sie suchen nicht nach dem härtesten Breakdown, nicht nach Crossover-Sounds, sondern nach abgefahrenen Riffs und mächtigen Melodien. Das zahlt sich aus: Ihr Konzert am Samstag, 27. September 2025 im Backstage Werk München ist nicht nur ihre bisher größte Headliner-Show, sondern zudem restlos ausverkauft.

Ihren Teil dazu beigetragen haben sicherlich auch die zwei grandiosen Vorbands: Great American Ghost und After The Burial. Während erstere mit definierten Industrial-Metalcore schon um 19:30 Uhr schwere Geschütze auffahren und den Abend stark und mitreißend beginnen, genießen After The Burial sowieso Legendenstatus in der Szene. Seit über 21 Jahren sind sie bereits unterwegs und können auf Deathcore-Songs zurückblicken, die für Moshpitstürme sorgen: „Lost In The Static“, „Behold The Crown“ und viele mehr. Mit rund 40 Minuten ist der Auftritt zwar recht kurz, aber weiß definitiv zu überzeugen.

Setlist GAG: Hymn Of Decay / Lost In The Outline / Altar Of Snakes / Echoes Of War / Kerosene / Writhe / Forsaken

Setlist ATB: In Flux / Exit, Exist / Behold The Crown / Hum From The Hollow / Lost In The Static / Deaht Keeps Us From Living / Collapse

© Cameron Brisbane

Als um 21:30 Uhr endlich Bleed From Within starten, schraubt sich die Stimmung um ein Vielfaches hoch. Ein wahrer Hexenkessel entfacht sich schon in den ersten Songs, bevor der Moshpit und die Menge zu explodieren scheinen, als „Sovereign“ und „I Am Damnation“ angestimmt werden. Die Schotten nehmen das wahr und sind völlig geplättet von der Resonanz. Frontmann Scott Kennedy versucht sich mehrfach an Ansagen, scheint aber wirklich sprachlos von der pulsierenden Menge zu sein, was ihn nicht nur einmal zu Tränen rührt. Die Band selbst scheint zu Höchstleistungen angestachelt, performt die stark kuratierte Setlist astrein und kommt nach einem rastlosen Auftritt mit den zwei mächtigen Nummern „The End Of All We Know“ und „In Place Of Your Halo“ nach rund 80 Minuten zu einem grandiosen Ende. Chapeau!

Setlist: Violent Nature / Zenith / Sovereign / I Am Damnation / Stand Down / A Hope In Hell / Crown Of Misery / Levitate / Night Crossing / Dying Sun / God Complex / Hands Of Sin / Edge Of Infinity / The End Of All We Know / In Place Of Your Halo

Bericht: Ludwig Stadler

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