Andrea Chénier – ab dem 29. November in der Staatsoper

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© Wilfried Hösl

Was man heutzutage wahrscheinlich als „One-Hit-Wonder“ bezeichnet, hatte der Komponist Umberto Giordano im Jahr 1896 mit der Oper „Andrea Chénier“. Zwar feierte er mit „Fedora“ zwei Jahre später auch einen kleinen Erfolg, bis heute überall gespielt wird aber vor allem Chénier. Den Erfolg nicht unwesentlich verdanken könnte er dem Libretto von Luigi Illica; der Texter war damals bereits eine Größe und dementsprechend ein gutes Sprungbrett für Giordano. Die Uraufführung in Mailand wurde frenetisch gefeiert und so wird es jede Aufführung bis heute.

Im Frühjahr diesen Jahres hat sich Philipp Stölzl, bekannt für große Hollywood-Filme wie „Der Medicus“ und „Die Logan Verschwörung“, dem Stoff angenommen und für die Bayerische Staatsoper aufbereitet. Stölzl selbst hatte bereits etliche Opern davor inszeniert, war also erfahren, setzte allerdings trotzdem sein Wissen aus Filmproduktionen an, was in einer historisch treuen, dennoch monumentalen Inszenierung gipfelte. Mit der verhältnismäßig kurzen Spielzeit von 120 Minuten kommt einem das Stück fast wie ein Historien-Film zwischen Romanze, Abenteuer und Philosophie vor.
Die Vorstellungen waren allesamt innerhalb weniger Stunden restlos ausverkauft. Nicht unwesentlich dürfte das an der Besetzung gelegen haben: Star-Tenor und Münchner Jonas Kaufmann übernahm die Titelpartie, Anja Harteros die weibliche Hauptrolle der Maddalena.
Ab dem 29. November kehrt „Andrea Chénier“ zurück in das Nationaltheater, Kaufmann und Harteros sind wieder zu sehen. Der Kartenandrang war abermals riesig, doch gibt es noch wenige Restkarten. Wer also die überaus bekannte Arie „La mamma morta“ einmal live gesungen hören möchte, sollte unbedingt noch versuchen, Karten zu erwerben. Es lohnt sich!

RESTKARTEN gibt es HIER.

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