Refused – mit neuem Album „War Music“ am 11.11. in der TonHalle

Sie sind und bleiben ein Phänomen der Hardcore-Welt: Refused. Die Altmeister, die mit „The Shape Of Punk To Come“ im Jahr 1998 schon einen vielbeachteten Klassiker erschaffen haben, sind zwar eine halbe Ewigkeit von der Bildfläche (weil Auflösung) verschwunden, aber spätestens seit 2014 wieder vollkommen zurück im Musik-Business. Ihr Überhit „New Noise“ ist heute noch fester Bestandteil jeder Rock- und Metal-Playlist. Nun kommen die Musiker wieder auf Tournee, wobei sie auch am 11. November 2019 in der TonHalle Halt machen, gemeinsam mit Thrice. Mit dabei haben sie ihr neuestes Album „War Music“, das am 18. Oktober 2019 erscheint.

Bei Refused gilt es immer stark, die zwei großen Komponenten der Band zu betrachten und miteinander vereint zu sehen: die radikal-harte Musik und die politisch bedeutsamen Texte. Letzteres nehmen die Herren so ernst, dass sie sich aufgrund ihrer zu großen Popularität und des Empfindens, dass ihr Standpunkt nicht mehr genug gewürdigt wird, letztendlich auch 1998 auflösten. Mittlerweile brennt das Weltgeschehen aber so stark, dass seit 2015 nun schon das zweite Werk der Schweden ansteht und mit „REV001“ ein deutlicher Standpunkt anno 2019 manifestiert wird: „When there’s blood on the streets profits being made / profits being made on our backs today.“ Die logische Schlussfolgerung: „One more revolution!“

Ob sich die große Revolution nach der Platte einstellt, bleibt abzuwarten, aber mindestens gelingt ihnen eine in musikalischer Form – so deutlich und rifflastig ging es seit Ende der 90er-Jahre nicht mehr bei der Band zu. Egal ob „Economy Of Death“ oder „Death in Vännäs“ – die Gitarre brettert sich durch die mächtigen Riffs, Frontmann Dennis Lyxzén schreit sich die Seele aus dem Leib. Untermalt wird das alles von einem sehr feinen und starken Mixing, das einen gewissen Retro-Touch nicht von sich weisen kann, aber so detailliert und kräftig wie im Jahr 2019 zu erwarten klingt. Wohl aber auch einfach ein Vorteil der Band: ihr Sound ist zeitlos, selbst die Alben der 90er-Jahre könnten gestern entstanden sein. „War Music“ ist ein Manifest von Refused, das frischer, politischer und rifflastiger kaum hätte werden können.

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