Hélène Grimaud & Teodor Currentzis – am 8. Oktober 2019 in der Philharmonie

„Hélène Grimaud festigt ihren Ruf als Idealbesetzung am Flügel. Der beinahe perkussiven und souverän virtuosen Clarité in den bisweilen skurril aufblitzenden Tonkaskaden der Ecksätze stellt die 48-Jährige eine wunderschön versonnene, melodisch frei atmende Ruheinsel im langsamen Mittelsatz gegenüber. Selbst wenn der Steinway im rasanten Forte etwas hart klingt: Faszinierender kann das kompakte Meisterwerk von 1931 wohl kaum vorüberfliegen.“ (Kieler Nachrichten)

 

© Mat Hennek / DG

Hélène Grimaud? Die war doch eben erst in München? Ja, war sie – aber zur Eröffnung der Saison 2019/20 von MünchenMusik am 8. Oktober 2019 ist sie wieder in der Philharmonie zu Gast. Diesmal aber mit Orchester – und zwar keinem geringeren als der MusicAeterna der Oper Perm. Diese außergewöhnliche Formation aus Russland wurde von dem exzentrischen Dirigenten Teodor Currentzis gegründet, der bei diesem Konzert die Leitung übernimmt. Currentzis, der „nebenbei“ auch schauspielert, ist berühmt-berüchtigt für die Radikalität seiner Interpretationen und die Gründlichkeit seiner Probenarbeit.

In der ersten Hälfte des Abends wird Grimaud das Klavierkonzert G-Dur von Maurice Ravel interpretieren, das voller Jazzklängen und baskischen Rhythmen steckt und es so zu einem der aufregendsten Klavierkonzerte macht. Es gehört schon lange zu Grimauds Kernrepertoire, und doch hört sie nie auf, ihre Interpretation zu hinterfragen. „Man ist nie zufrieden“, sagte sie in einem Interview über das facettenreiche Werk.

Auf den schillernden Ravel folgt dann noch die dramatisch-romantische Ballettmusik zu Romeo und Julia von Sergej Prokofjew. Es verspricht also ein spannender Abend zu werden, wenn diese drei aufsehenerregenden musikalischen PartnerInnen aufeinander treffen und ihre Lesart der beiden Werke präsentieren.

KARTEN für dieses Konzert findet ihr HIER!