Amenra und Myrkur – am 6. Mai im Feierwerk

Kann ich ein Amen hören? Mit der Art Messe, wie sie am 6. Mai im Feierwerk begangen wird, dürften auch Kirchenverächter warm werden: Denn Amenra, die belgischen Post Metal-Pioniere gastieren zum ersten Mal seit etlichen Jahren wieder in München, um ihr neues Album, „Mass VI“ vorzustellen. Amenra, die sich um Albumtitel noch nie Gedanken machen mussten (da jedes den Titel „Mass“ – Messe trägt), sind nunmehr seit fast 20 Jahren aktiv und haben eine stattliche Zahl an Epigonen und noch mehr treuen Fans hervorgebracht, die sich an der tonnenschweren musikalischen Erleuchtung erfreuen, die ihnen die Band mit ihrem Gebräu aus Hardcore, Sludge-, Doom-, Black-Metal/Rock (wahlweise mit oder ohne „Post-“) in die Ohren drillt. Passenderweise sind Amenra beim Neurosis-Label Neurot untergekommen und ebenso passend ist das Feierwerk als Veranstaltungsort für diese spirituell angehauchte Kopf-Körper-Musik.

Wer außer ins Feierwerk auch in die Theaterfabrik geht, der hat den Co-Headliner von Amenra womöglich erst vor ein paar Monaten gesehen: Myrkur, alias Amalie Bruun war dort Ende November zusammen mit Sólstafir zu Gast. Bruun ist eine dänische Sängerin und Multiinstrumentalistin, die seit 2014 mit folkigem, melodischem Black Metal von sich reden macht. Es könnte durchaus sein, dass Myrkur plus Amenra eine ungleich glücklichere Kombination ergibt als Myrkur plus Sólstafir, da letztere mit ihrer im Vergleich zu Myrkur sehr lockeren Live-Präsenz für einen doch recht harten Stimmungskontrast sorgten.

Nein, es wäre wohl verfehlt, dieses Konzert allzu locker nehmen: „My pain is my strength, and in these sounds my catharsis happens“, formuliert ein Bandcamp-Nutzer. Alsdann, man sieht sich am 6. Mai zur Dämonenaustreibung in Moll!

TICKETS gibt es HIER!